Gänsefraß und die damit einhergehende Verkotung , insbesondere auf landwirtschaftlichen Flächen an der
Westküste, aber mittlerweile auch im ganzen Land, führen zu erheblichen Schäden", stellen die Abgeordneten
Manfred Uekermann und Hauke Göttsch fest.
Zum 01. August 2024 tritt die geänderte Landesverordnung über jagdbare Tierarten
und Jagd- und Schonzeiten in Kraft. Hierzu erklärt zunächst der jagdpolitische
Sprecher Hauke Göttsch: ,,Mit dem Inkrafttreten der Landesverordnung verlängern sich unter anderem die Jagdzeiten einiger Gänsearten. So dürfen Graugänse künftig vom 16. Juli bis zum 31. Januar bejagt werden. Das gibt den Betroffenen neue Handlungsmöglichkeiten zur Schadensabwehr auf gefährdeten Acker- und Grünlandflächen. Im selben Zeitraum ist nun auch die Bejagung von Kanada- und Nilgänsen möglich."
Bei den Nonnengänsen wurde die Jagdzeit ebenfalls verlängert. Allerdings gelten
nach wie vor besondere Vorgaben, da die Jagd auf diese auch als Weißwangengans
bezeichnete Art nur unter Auflagen und nur zur Vergrämung oder Schadensabwehr
erlaubt ist.
,,War diese Vergrämungsjagd bisher lediglich in den Kreisen Nordfriesland,
Dithmarschen, Pinneberg und Steinburg erlaubt, so ist diese Beschränkung nun
aufgehoben worden und die auflagenbewährte Vergrämungsjagd auf Nonnengänse
somit nun auch landesweit möglich", erklärt Göttsch.
Das Ausmaß der Schäden reicht von massiven Ertragseinbußen bis hin zu
Totalausfällen bei der einzubringenden Ernte auf Grünland und auch
Ackerlandflächen. Die Landwirtinnen und Landwirte sehen sich daher immer häufiger
mit den negativen Folgen einer unkontrolliert wachsenden Gänsepopulation
konfrontiert.
,,Die neue Landesverordnung stärkt aber auch den Küstenschutz und die Sicherheit
unserer Schutzdeiche. Bisher durften dort im Rahmen des sogenannten
Wühlschutzes nur Wildkaninchen und Füchse ganzjährig entnommen werden. Nun
folgen auch noch Dachse und Nutrias, die sich ebenfalls an den Deichen abarbeiten und so ihre Stabilität gefährden. Auch hierfür gibt es von nun an mehr
Handlungsoptionen", freut sich Uekermann als Sprecher für Küstenschutz.

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