Am 10. Juli 2025 fand in Rendsburg der diesjährige Fischereitag statt. In seinem Grußwort betonte Ministerpräsident Daniel Günther, dass der Berufszweig der Fischerei zu Schleswig-Holstein gehört und er gern so viel Fischerei wie möglich erhalten möchte. Allerdings stehe das schleswig-holsteinische Fischereiwesen momentan vor großen Herausforderungen.
Günther hob hervor, dass es wichtig sei, den Fischern im Land eine planbare Zukunftsperspektive in allen Bereichen und für die nächsten Jahre zu bieten. Das sei neben Einkünften aus der Fischereiwirtschaft aber künftig nur durch zusätzliche Mittel, wie beispielsweise für erbrachte Umweltleistungen und durch staatliche Unterstützung zu erreichen.
Um tragfähige Zukunftsperspektiven zu entwickeln, bot der Ministerpräsident an, sich auch weiterhin mit an den Verhandlungstisch zu setzen. Für die Muschelfischerei sieht Günther die Planungen bereits auf der Zielgeraden. Den Krabbenfischern bot er an, sich in den Prozess der Zukunftssicherung einzubringen, und verwies auf die Möglichkeit, Mittel aus der grün-blauen Infrastruktur zu nutzen. „Wir wollen, dass die Krabbenfischerei eine Zukunft hat“, bestärkte der Ministerpräsident sein Unterstützungsangebot.
Gerade auch im Hinblick auf die Ostseefischerei, die durch die schwindenden Fischbestände zusätzlich unter Druck gerät, bot Günther den schleswig-holsteinischen Fischern einen Vertrag mit fünfjähriger Laufzeit an. Pro Jahr soll den Fischern über den Landesfischereiverband unbürokratisch 400.000 Euro zur Verfügung gestellt werden, um den Herausforderungen in den kommenden Jahren begegnen zu können. Zudem sei über eine Praktikumsprämie, wie es sie in anderen Berufszweigen gibt, nachzudenken: „Denn wir glauben an die Zukunft der Fischerei in Schleswig-Holstein“, so Günther.
„Fischerei ist in Schleswig-Holstein nicht nur ein Wirtschaftsfaktor und ein Highlight für unseren Tourismus, sondern gelebtes Kulturgut“, ist der Landtagsabgeordnete Manfred Uekermann überzeugt. Als Sprecher für Küstenschutz, Fischerei sowie Inseln und Halligen der CDU-Landtagsfraktion begrüßt er das klare Signal des Ministerpräsidenten. „Dadurch, dass das Thema Fischerei zur Chefsache erklärt wurde, hoffe ich auf einen regen Austausch.
Ich bin davon überzeugt, dass wir die schleswig-holsteinischen Fischer so weit unterstützen können, dass sie eine Zukunft haben und wir diesen besonderen und landestypischen Berufszweig dauerhaft in Schleswig-Holstein erhalten können.“



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